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Bonn
Bonn: Geistreich und unverkrampft: der Liedermacher-Sommer im Pantheon Zum 4. Pantheon Liedermacher-Festival lädt das sonst als Kabarett-Tempel
bestens bekannte Pantheon an 6 langen Abenden im Juni & Juli in
seine wohltemperierten Gewölbe. Wegen der Fußball-WM-Abende etwas
zerstreuter über 4 Wochen verteilt, präsentiert das Pantheon erneut ein
vom Line-up junges, frisches Festival, welches dem vielleicht für manche
Gemüter etwas angestaubten Begriff "Liedermacher" zum Sprung in den
Jungbrunnen verhilft und zeigen soll, wer sich mittlerweile so alles in
einer fantasievollen dynamischen Szene tummelt.
Weitab von moralinsaurem
"Correctnessgequengel", dennoch engagiert, leidenschaftlich und
gesellschaftlich relevant, präsentieren moderne Liedermacher durchaus
ein Stück sinnlicher Lebensqualität. Es darf also gelacht UND
nachgedacht, gefühlt und gefeiert werden, in lockerer Atmosphäre, mitten
unter Gleichgesinnten.Per Definition ist ein Liedermacher schlicht ein Sänger, der Musik und/oder Texte seines Programms überwiegend selbst geschrieben oder originär bearbeitet hat, was im Zeitalter konfektionierter Popsternchen schon mal eine gar nicht so leicht zu überspringende Hürde darstellt. Gutes Hand- Schreib- und Mundwerk, schräger, humorgeladener Sinn und Poesie sind also gefragt. Die ganze Bandbreite des Festivals changiert zwischen Pop und Satire, Spaß und Tiefe; zwischen Alltag, Politik und großen Gefühlen. Am 6.6. startet der Liedermacherreigen mit MATTHIAS REUTER, der sogleich den Schrecken des Alltags nachspürt und dabei in unerforschte Tiefen und Abgründe vordringt. Albern wird es nur nach Vorwarnung, und "mitsingen kann man, muss man aber nicht." Skurrile jazzige Lieder, kabarettistische Weitsicht und eine durchaus positive Einstellung zum Menschen ergeben eine gesunde Mischung aus Gesellschafts- und Polit-Satire. Terrorgefahr im ICE, Kindergeburtstag im Autokino, Einpark-Katastrophen an der Supermarktkasse, das Wohngemeinschaftsleben mit Rosamunde Pilcher: Matthias Reuter garantiert viel geistreichen und unverkrampften Spaß aus dem oberhausigsten Teil des Ruhrgebiets! Einen Abstecher in die Welt der Liedermacherklassiker wagt das Pantheon am 24.+25.6.: RAINHARD FENDRICH ist sicherlich kein „junger“ Liedermacher. Aber wenn er sich schon – jung geblieben in Herz und Kopf und nach wie vor glühend vor Charme – für ein intimes Clubkonzert im Pantheon bereit erklärt, dann passt das natürlich wunderbar in diesen Liedermachersommer. Man kennt ihn und seine unzähligen Hits. Gassenhauer, die mittlerweile zum allgemeinen Kulturgut gehören und untrennbar mit seinem Namen verbunden sind. Mit seinem Konzertprogramm „Lieder zum Anfassen“ präsentiert der Ausnahmekünstler einen Liederabend der leiseren Töne und unterstreicht damit eindringlich seine Qualitäten als brillanter deutschsprachiger Singer/Songwriter. Begleitet von Dieter Kolbeck am Klavier, werden er und seine Lieder zu einer Einheit, die einen kurzweiligen Konzertabend garantiert. Rainhard Fendrichs Programm „Lieder zum Anfassen“ ist eine musikalische Zeitreise durch drei Jahrzehnte seines künstlerischen Schaffens für die er vor allem Lieder ausgewählt hat, die im Schatten seiner großen Hits ein wenig überhört wurden, aber wahrscheinlich zu seinen berührendsten und ehrlichsten gehören. Mit einem Happeningartigem Heimspiel geht das Festival am 30.6. (ab 20:00) in die nächste Runde. Der Bonner GÖTZ WIDMANN ist nämlich der "Local Hero" des Festivals, dessen Mitinitiator und gilt zudem als die Ikone unter den neuen deutschen Liedermachern. Seine neue CD “hingabe“ von Kritik und Publikum gefeiert, seine letzte Tour erfolgreicher als alle zuvor, volle Häuser, strahlende Gesichter. Ohne Plattenfirma, ohne Promotionagentur, mehr Indie geht nicht, ein freier Künstler dem niemand vorschreibt was er zu tun und lassen hat. Widmann schreibt Lieder, die "übrig bleiben", zeitlose Meisterwerke in seinem ganz eigenen unkopierbaren Stil. Seine Konzerte sind Erlebnisse, die man nie wieder vergisst. Und Götz Widmann holt sich natürlich auch wieder einen hoffnungsfrohen Kollegen ins Vorprogramm seines –wie immer – schönen langen Abends: RÜDIGER BIERHORST, der "sanfte Bukowski der Liedermachingszene", Mitglied der Kultband "Monsters of Liedermaching" einem Kreativ-Kollektiv sondergleichen. Er hat Anfang des Jahres seine 3. Solo-CD "Unerreichbar" veröffentlicht. Darin besingt er Alphamännchen, Traumfrauen, Quizmillionäre, die platonische Liebe und gar das Jazzmusikpublikum. Ganz unernst ist das alles verpackt in Weltklassemelodien dargeboten mit reichlich schrägem Wortwitz in dichterischer Tauchtiefe. Hoffnung und Träume, Höhen und Tiefen, Freude und Schmerz oder kurz: das Leben in seiner elementarsten Form sind GREGOR MEYLEs Themen. Am 5.7. ist er mit einem Liedermacherspezial zur "meylenweit-Tour 2010" im Pantheon zu erleben. Gefühlvoll, authentisch, hochmusikalisch. Gregor Meyle geht es um Werte, um Tiefe und Seele. Gregor Meyle geht es um Tugenden wie Stärke und Hoffnung. Gregor Meyle geht es – nicht zuletzt – um die Liebe. Auf seiner meylenweit Tour gibt es poetische, autobiographische und mutige Texte, die nicht entblößend, sondern persönlich sind. Heinz Ratz und seine Gruppe Strom & Wasser zählen zu den gerne gesehenen und gehörten Stammgästen des Pantheon-Liedermacherfestivals. Und es hat ja auch schon Tradition, das Heinz Ratz sich den Abend brüderlich teilt, dieses Mal am 8.7. mit einer "Schwester" im Geiste, einer großartigen Liedermacherin aus Berlin: DOTA - auch bekannt als Die Kleingeldprinzessin. Ein lohnender Abend also, doppelt frech und doppelt kompromisslos. Denn, wenn Anarchie eine Stimme hat, dann ist es die von Strom & Wasser! Eine fröhliche apokalyptische Mischung aus Samba und Punk, Walzer und Rock, Tango und Ska ist das derzeit Extremste, was die Republik so zu bieten hat. Allein schon der tiefschwarze Humor, der den Blick hinter die polierten Fassaden unserer Gesellschaft wirft, spricht für das freche Auftreten der Formation rund um den Frontmann und Bassisten Heinz Ratz. Nicht nur dessen spektakuläre Polit-Aktionen, auch der extrem hohe Gute-Laune-Faktor, trotz aller Gesellschaftskritik, erklären den zunehmenden Erfolg einer Band. Dota Kehr ist auch bekannt als „Die Kleingeldprinzessin“. Diesen Namen hat sie sich von ihren Weltreisen mitgebracht, auf denen sie als Straßenmusikerin durch die Lande zog. Ihre Lieder klingen nach Bossa Nova und Taschen-Swing, nach Reggae und Surfrock, ihre Texte erzählen von verstrickten und verzwickten Gefühlen des Alltags, voll Wortwitz und Leichtigkeit und erobern so das Publikum in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Man kommt, um zu tanzen und zu lauschen. Musikalität, Humor und Intensität, bestes Hand- und Mundwerk, der persönliche, gesellschaftliche und durchaus auch der politische Erfahrungsschatz sind die Pole zwischen denen sich die Liedermacher des Festivals jeder auf seine ureigene Art mitteilen, dabei kommen naturgemäß nicht nur die reinen Musikfans sondern auch das vom Pantheon gepflegte Kabarett- und Comedy-Publikum auf ihre Kosten. Denn die kleinkunstkompatible Schnittmenge ist schnell erreicht: böse Spitzen und Spontanwitz sind im Festival immer wieder hör- und fühlbar. Telefonische Reservierungen für die Konzerte sind unter 0228/212521 möglich. Tickets gibt es bei allen Bonnticket/KölnTicket/CTS-Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.pantheon.de (Print at home-Tickets). Beginn aller Konzerte ist pünktlich um 20:00 Uhr Für echte Liedermacher-Fans gibt es ausschließlich im Pantheon-Büro ein ermäßigtes Festivalticket (Infos unter Tel.:0228-212521) Infos im Internet unter: www.pantheon.de und www.liedermacher-festival.de PANTHEON, Bundeskanzlerplatz, 53113 Bonn, Tel.: 0228-212521 Das 4. Pantheon Liedermacher-Festival An 6 Abenden im Juni und Juli im Pantheon BONN Die Termine im Überblick:
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Zum 4. Pantheon Liedermacher-Festival lädt das sonst als Kabarett-Tempel
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Gemüter etwas angestaubten Begriff "Liedermacher" zum Sprung in den
Jungbrunnen verhilft und zeigen soll, wer sich mittlerweile so alles in
einer fantasievollen dynamischen Szene tummelt.
Weitab von moralinsaurem
"Correctnessgequengel", dennoch engagiert, leidenschaftlich und
gesellschaftlich relevant, präsentieren moderne Liedermacher durchaus
ein Stück sinnlicher Lebensqualität. Es darf also gelacht UND
nachgedacht, gefühlt und gefeiert werden, in lockerer Atmosphäre, mitten
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